Das Entwicklen von Lösungen, die auf den sozialen Features von SharePoint basieren macht mir persönlich sehr viel Spaß. Deshalb soll es in diesem Artikel um einige Möglichkeiten gehen, die genau das ermöglichen. Viele Funktionen gibt es auch schon in SharePoint 2010.
Ein Geschäft wird immer zwischen 2 oder mehr Menschen abgewickelt, so dass auch in Geschäftsprozessen bzw. –abläufen die sozialen Aspekte oft eine Rolle spielen.
Mit dem Befriff "sozial" verbindet man bei SharePoint wahrscheinlich am ehesten an Blogs, Wikis, die MySite (un die Profilseite, die oft fälschlicherweise der MySite zugeordnet wird – technisch aber nichts damit zu tun hat, da es sich ähnlich wie die seiten im _layouts Ordner um eine zentrale Seite handelt, die auch ohne MySite funktioniert). Das ist auch korrekt. In SharePoint 2010 kommen noch Tagging, Rating, das Organisations WebPart, der Activity Feed und Kommentarfunktionen dazu.
Hier ein paar Anmerkungen bzw. Bilder zu 3 Fetaures.
Die Profilseite sieht nun standardmäßig so aus:
Der Organisationsbrowser ist ein Silverlight WebPart, das Organisationsdaten dynamisch darstellt.
Der Activity Feed ist ein RSS Feed, der aktuelle Inhalte einer SharePoint Seite bereitstellt, also eine Art "What's new". Diese Funktionalität an sich ist nicht neu, aber jetzt auch an der Oberfläche verfügbar.
Welche Möglichkeiten bietet SharePoint 2010 mit Profilen zu arbeiten?
Eine beliebte Möglichkeit sind WebServices, denn diese kann ich z.B. in meinem neuen, schicken Silverlight Webpart nutzen.
Bekannt ist der User Profile Services (UPS) – ein SharePoint Webservice. Das wichtigstes Feld für User Profiles ist das Manager Feld im Profil / AD / … . Der UPS trackt Kollegen und Daten, die mehrere Nutzer gemeinsam haben.
Neu ist der Social Data Service (_vti_bin/socialdataservice.asmx). Dieser gibt mir u.a. Tags, Kommentare für ein Dokument zurück. Darüber lassen sich auch Kommentare hinzufügen, löschen usw.
Für das neue Feature "Activity Feed" gibt es keinen Webservice – dafür muss ein neuer WebService (oder WCF Service – wird in 2010 ja supported) geschrieben werden. Dieser greift dann über den SPServerContext (ähnlich SPContext) auf den Service zu. Aber wie der Name schon sagt ist es ein Feed, stellt also einen RSS Feed zur Verfügung – was auch viel einfacher ist ;-).
Ein cooles Feature ist, dass Änderungen an Nutzerprofilen jetzt ebenfalls über die API abgefragt werden können (UserProfileChangeQuery). Damit kann eine ganze Reihe von Lösungen realisiert werden, die bisher nur umständlich möglich waren. Wer als erstes daran denkt, über diesen Weg das Profilfoto von Nutzern an ein gewünschtes Format anzupassen (damit alle Nutzerbilder gleich aussehen) – der kann sich diese Mühe sparen, den SharePoint 2010 kann das bereits.
Auch die Anbindung externer Systeme ist damit möglich. So kann über eine Anbindung an Twitter auf der Profilseite beispielsweise der letzte Tweet inklusive der Location angezeigt werden – alles ist möglich.
Schon diese Beispiele zeigen, dass sich im diesem Bereich mit SharePoint 2010 einiges getan hat. Ich freue mich schon auf mein erstes produktives "Social" Projekt mit SharePoint 2010.